Tage der Routine
Das Leben ging weiter, als ob sich nichts geändert hätte. Ich arbeitete, lächelte höflich mit meinen Nachbarn und faltete die Wäsche. Äußerlich lief alles wie am Schnürchen, aber in meinem Inneren machte sich Unordnung breit. Während die Tage ineinander übergingen, lebte ich so, als wäre alles normal, doch nachts, allein mit meinem Notizbuch, kam der Detektiv in mir wieder zum Vorschein und verlangte nach Antworten, die ich noch nicht hatte.

Tage der Routine
Freunde, die sich melden
Nachrichten von Freunden durchbrachen die Stille und fragten, ob es mir gut geht. “Ich habe nur viel zu tun”, log ich und wich ihrer wachsenden Besorgnis aus. Ich war noch nicht bereit, Marks Verrat jemandem mitzuteilen, der uns nahe steht. Es laut auszusprechen, würde nur noch mehr Fragen aufwerfen, und davon hatte ich schon genug. Also behielt ich meinen Streit für mich und redete mir ein, dass ich sie – oder vielleicht auch nur mich selbst – vor weiterem Herzschmerz bewahren wollte.

Freunde, die mir die Hand reichen

