Ausgelaugt zu Hause
Als ich nach Hause kam, fühlte es sich an, als hätte ich die Ziellinie nach einem anstrengenden Rennen überquert. Der Tag hatte mich ausgelaugt – stundenlang hatte ich bei der Arbeit so getan, als wäre alles in Ordnung, und mich zu einem Lächeln gezwungen, obwohl ich eigentlich nur schreien wollte. Ich sackte auf der Couch zusammen, denn meine Erschöpfung ging weit über die körperliche Müdigkeit hinaus. Die vertrauten Wände meiner Wohnung fühlten sich gleichzeitig tröstlich und spöttisch an und schlossen sich um mich herum. Ich lag da und starrte an die Decke, während mein Verstand die Ereignisse des Tages in einer Endlosschleife wiederholte und sich fragte, wie lange ich diese Fassade noch aufrechterhalten konnte.

Ausgelaugt zu Hause
Sarahs klatschsüchtiger Anruf
Als ich mit einem müden Seufzer in die Kissen sank, summte mein Telefon. Es war Sarah, meine beste Freundin. “Ich habe von dem Drama im Büro gehört”, meldete sie sich, ihre Stimme war wie ein vertrauter Balsam. Sarah hatte schon immer ein Händchen dafür, den neuesten Klatsch und Tratsch zu erfahren. Wir unterhielten uns über alles – die Arbeit, unseren Chef, das ganze Chaos. Ihr warmes und ansteckendes Lachen durchzog das Gespräch und löste die Anspannung, von der ich gar nicht wusste, dass ich sie in mir trug. Als wir auflegten, fühlte ich mich leichter, als hätte mir der Austausch eine Last von den Schultern genommen.

Sarahs klatschsüchtiger Anruf

