Normal und doch beunruhigend
Er begann das Treffen mit seiner typischen Überheblichkeit und tat so, als wäre nichts Ungewöhnliches passiert. “Also gut, Team”, sagte er und klatschte mit gezwungener Begeisterung in die Hände. “Lasst uns über Spielpläne reden!” Sein Verhalten ließ darauf schließen, dass die jüngsten Ereignisse unbedeutend waren und er sie als kleine Unannehmlichkeiten abtat. Die Entfremdung war deutlich spürbar. Einige von uns tauschten unruhige Blicke aus, während andere so taten, als wären sie beschäftigt. Es war, als würde man jemandem in Sommerkleidung bei einem Schneesturm zuschauen – völlig fehl am Platz.

Normal und doch beunruhigend
Stiller Beobachter
Ich saß schweigend da, während er über “Teamgeist” und anstehende Projekte sprach. Seine Worte verschmolzen zu einem entfernten Summen, während ich meine Gedanken sammelte. Die Ironie seiner Rede war fast schon lächerlich – Teamwork zu predigen, nachdem er mich so viel durchmachen ließ, wirkte schmerzhaft unaufrichtig. Ich nickte zustimmend, um nicht aufzufallen oder zu verraten, was ich wirklich fühlte. Seine Worte schwebten durch den Raum, leer und ohne jede echte Verbindung.

Stiller Beobachter

