Auf dem Weg nach Beijing
Wenn Sie denken, dass es verkehrs-technisch auf einer 3-spurigen Autobahn in Deutschland schon schlecht läuft, wie würden Sie sich dann wohl fühlen, wenn Sie in einem 50-spurigen Stau in China feststecken würden? Die Luftaufnahmen zeigen den unfassbar langen Stau auf der G4, dem Beijing-Hong Kong-Macau Expressway, im Oktober 2015. Diese Autobahn ist 2.200 km lang und verbindet die Hauptstadt Chinas mit der Stadt Shenzhen, eine Großstadt der Guangdong Provinz. Tausend Autofahrer befanden sich auf dem Weg zurück nach Beijing, nachdem der Urlaub um den Nationalen Feiertag, auch „Goldene Woche“ genannt, endete. Ursache des Staus war ein neuer Checkpoint, aufgrund dessen die 50 Spuren auf 20 Spuren zusammengeschlossen wurden. Das Prinzip „Reißverschlussverfahren“ hilft in solch einem Fall selbst bei vorbildlicher Anwendung nicht und ein Stau ist unausweichlich, bei der Masse an Fahrern. Lokalen Nachrichten zufolge reisten über den Zeitraum vom 1. bis 7. Oktober geschätzte 750 Millionen Menschen, also die halbe Bevölkerung Chinas, quer durchs Land. Grund dafür ist, dass gesetzliche Feiertage in China selten sind und daher von der breiten Masse für Reisen und Ausflüge jeglicher Art gut und gern genutzt werden. Da kann es schnell mal zu einem kleinen oder eben, wie in diesem Fall, doch etwas größeren Stau kommen.

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